Panik vor dem Fahrstuhl

Wie Hypnose bei Klaustrophobie helfen kann

Menschen, die Angst vor engen, geschlossenen Räumen haben, machen sich diese Angst meist unbewusst durch mentale Filme. Zum Beispiel, indem sie sich vorstellen, wie sie in einem Fahrstuhl eingeschlossen sind, der stecken geblieben ist und dort nicht mehr heraus können.

So stellte sich einer meiner Klienten vor, dass dann der Alarmknopf nicht funktionierte oder die Person, die dann antwortet ihn nicht versteht. Diese teilweise unbewussten Vorstellungen führen dann zu einem angespannten Körpergefühl und einer lähmenden Angst, die dazu führt, dass das Fahrstuhl fahren vermieden wird.

Warum hilft dabei Hypnose? Nun, das was Menschen mit Phobien machen, ist eine unbewusste Halluzination, die dann zu Angst und Vermeidungsverhalten führt. Halluzinationen sind ein Zeichen dafür, dass sich eine Person in Trance befindet. Trance ist ein natürlicher Vorgang. Man kann es sich wie Tagträumen vorstellen. Da man in der Hypnose mit Trancezuständen unterschiedlicher Tiefe arbeitet, sind Menschen mit Phobien sehr gut hypnotisierbar. Da sie im Grunde, dieses schon die ganze Zeit machen, nur in die falsche Richtung und sich so ihre Phobie selbst kreieren (natürlich nicht mit Absicht).

Die Hypnotherapeutin greift nun diese Fähigkeit der Klienten mit Klaustrophobie auf und nutzt die Trancefähigkeit dazu, dass andere hilfreichere Filme unbewusst entstehen dürfen, wenn die Person an den Fahrstuhl denkt.

Diese Filme werden zunächst im Vorgespräch herausgearbeitet und mit dem Klienten abgestimmt, damit in der Hypnose nur wirklich hilfreiches und gewünschtes suggeriert wird.

Man verknüpft dann positive Gefühle (Sicherheit, Entspannung) mit dem Fahrstuhl, was dazu führt, dass der Gedanke keine Angst mehr auslöst.