Angst – Wann ist sie krankhaft?

Angststörung oder normale Angst. Ab wann sollte man sie behandeln lassen?

Angstststörung vs. normale Angst

Nicht jede Angst ist eine Krankheit. Das ist logisch, denn Ängste sind von der Natur gemacht worden um uns vor Gefahren zu schützen. Wenn wir in der freien Natur plötzlich vor einem Tiger stehen, ist es überlebenswichtig Angst zu haben. Denn sie bereitet den Körper in Millisekundenschnelle darauf vor, ganz schnell flüchten oder kämpfen zu können. Wenn wir Angst spüren, schüttet der Körper Adrenalin aus, das Herz schlägt schneller, der Puls beschleunigt sich, die Atmung wird schneller, die Muskeln spannen sich an. All dies, damit wir die nötigen Fähigkeiten zu haben um zu überleben. Wer schneller vorm Tiger wegrennt, überlebt wahrscheinlicher. Wenn flüchten oder kämpfen nicht helfen würde, dann entscheidet sich der Körper unbewusst auch für das Tot-stellen. Deshalb fühlen wir uns in Angstsituationen auch manchmal wie gelähmt. All dies passiert ohne, dass wir uns bewusst dafür entscheiden. Über viele Tausende von Jahren hat die Natur den menschen so angepasst, dass er in gefährlichen Situationen automatisch (unbewusst) das Beste tut um zu überleben.

Es gibt verschiedene Ängste, die anhand von genauen wissenschaftlichen Kriterien als „pathologisch“ also krankhaft definiert werden.  Hier spricht man dann von einer Angststörung. Zum Beispiel

Angststörung: "Spezifische (isolierte) Phobien"

Wie der Name schon sagt, sind diese Ängste auf ganz konkrete Situationen begrenzt. Es besteht eine Angst oder ein Vermeiden von Situationen, die objektiv keine Gefahr darstellen. Dies wird von den Betroffenen auch erkannt. Wenn diese Angst den oder die Betroffenen so sehr quält, dass ihr Leben davon beeinträchtigt wird, handelt es sich um eine Phobie und somit um eine klassifizierte Angststörung.

Auch wenn die Angst auslösende Situation streng begrenzt ist, kann sie Panikzustände hervorrufen.

Häufige angstauslösende Situationen sind:

  • Nähe von bestimmten Tieren (Spinnen, Hunde, Schlangen usw)
  • Höhe
  • Sprechen vor Publikum
  • Prüfungen
  • Fliegen (Aviophobie oder Flugangst)
  • Dunkelheit
  • geschlossenen Räume (Klaustrophobie)
  • Urinieren oder Defäkieren auf öffentlichen Toiletten
  • Genuss bestimmter Speisen
  • Zahnarztbesuch
  • Anblick von Blut oder Verletzungen
  • Angst vor dem Erbrechen (Emetophobie)

Angststörung Beispiel Sprechen vor Publikum

Ein Consultant aus der Medizinbranche, Anfang 30, schrieb mir, da er beruflich in der Zukunft viele Vorträge halten müsse und ihm das so große Angst bereitete, dass er nachts nicht mehr schlafen konnte. Es war für ihn unerträglich daran zu denken, wie er vor der Gruppe stehen würde und alle ihn anstarren würden. Er fühlte sich gehemmt und innerlich gebremst frei vor den Menschen zu sprechen. Er hatte Angst davor sich zu versprechen, zu stottern und ausgelacht zu werden.

Drei Wochen nach der ersten Sitzung stand schon der erste Vortrag fest und er wollte gern das Gefühl haben entspannt und überzeugt von sich dies zu schaffen.

Wir arbeiteten mit NLP und Hypnose und nach 3 Sitzungen konnte er wieder entspannt schlafen und den Vortrag gut meistern. Er schrieb mir per Mail dann:

„Hi Stephanie, besten Dank Der Vortrag verlief übrigens ganz gut bzw war ich irgendwann sogar echt relaxed, hab z.b. eine Pause gemacht u etwas Wasser getrunken Danke!!!“

Angststörungen sind gut behandelbar, vor allem, wenn man mit den unbewussten Prozessen arbeitet, die die Ängste auslösen.